Maniokmehl: Wie gut ist dieses glutenfreie Mehl?

Maniok ist eine Nutzpflanze die erstmals in Mexiko entdeckt wurde. Es wird vermutet, dass sie bereits 2.800 Jahre alt ist. Die Maniok-Pflanze wird in den einzelnen Ländern, in denen sie angebaut wird unterschiedlich genannt. So heißt sie in Brasilien und Argentinien zum Beispiel Mandioca und in Teilen Südamerikas Yuca. Zum ersten Mal erwähnt wurde Maniok in einer Schrift in Europa im Jahr 1494.

Maniokmehl
Maniokmehl – Luis Echeverri Urrea / Shutterstock.com

Welche Vorteile hat Maniokmehl?

  • von Natur aus glutenfrei
  • hat einen niedrigen glykämischen Index (GI) und eignet sich daher auch sehr gut für Diabetiker
  • enthält unter anderem viel Eisen, das der Körper für unterschiedliche Arbeiten benötigt.
  • Maniokmehl kann auch zu einer gesunden Paste als Peeling verarbeitet werden, um die Haut zu pflegen.
  • das Mehl ist nussfrei

Ist Maniokmehl giftig?

Nein, auch wenn sich in der Maniokwurzel sogenannte Cyanidverbindungen befinden (wie zum Beispiel auch in Spinat oder Mandeln), ist sie im zubereiteten Zustand nicht giftig. Nur wenn sie roh gegessen wird, kann es theoretisch zu körperlichen Beschwerden kommen. Aus diesem Grund wird die Wurzel in vielen traditionellen Kulturen auf eine bestimmte Art eingeweicht, gekocht und gegart. Durch diese Vorgänge werden die giftigen Verbindungen entfernt. Somit sind die erhältlichen Produkte mit Maniok nicht mehr giftig.

Wie wird Maniokmehl hergestellt?

Maniokmehl
Maniokmehl – Luis Echeverri Urrea / Shutterstock.com

Es handelt sich um ein glutenfreies Mehl, das aus der kompletten Wurzel der Pflanze hergestellt wird. Sie wird geschält, getrocknet und dann weiterverarbeitet. Zum Schluss entsteht eine mehlige Substanz, die für unterschiedliche Zwecke genutzt werden kann.

Verwendung von Maniokamehl

Solch ein glutenfreies Mehl kann für unterschiedliche Zwecke genutzt werden. Zum Beispiel wird es sehr häufig als Ersatz für anderes Mehl genommen, wenn eine korn- oder glutenfreie Diät unternommen wird.

Backen mit Maniokmehl

Es ist grundsätzlich möglich, Maniokmehl in einem Verhältnis von 1 : 1 gegen normales Weizenmehl auszutauschen. Allerdings eignet es sich nicht für alle Rezepte. Es hat zwar eine ähnliche Konsistenz wie sogenanntes Allzweckmehl, ist aber deutlich leichter. Das sollte beim Backen beachtet werden. Durch die Tatsache, dass es leichter ist, absorbiert es auch mehr Flüssigkeit.

Somit muss beim Backen einfach ausprobiert werden, welche Menge als Ersatz für normales Mehl benötigt wird. Am besten wird dies zunächst mit einem Rezept ausprobiert, das bereits bekannt ist und schon einige Male gebacken wurde. Denn dann fällt der Umstieg leichter und es kann schneller reagiert werden, wenn zu wenig oder auch zu viel des Maniokmehls verwendet wurde.

Was muss noch beachtet werden, wenn mit Maniokmehl gebacken wird?

Wenn mit Maniokmehl gebacken wird, sollten einige Punkte beachtet werden. Denn es nimmt etwas mehr Wasser auf als andere Produkte. Dadurch muss bei einigen Gerichten weniger Maniokmehl verwendet werden als zum Beispiel von Weizenmehl. Denn sonst könnte es sein, dass ein Brot beispielsweise von außen bereits durch und der Teig im Inneren noch sehr weich ist. Zudem ist das Mehl auch vergleichsweise staubig.

Ein Beispiel-Rezept mit Maniokmehl: leckere Maniok-Pancakes

Maniok-Pancakes
Maniok-Pancakes – Stolyevych Yuliya / Shutterstock.com

Zutaten:

  • 1/2 Tasse Maniok-Mehl
  • 1/4 Tasse Wasser
  • 1/2 Tasse Kefir
  • zwei Eier
  • etwas Kokosöl
  • zwei Teelöffel Kokosblütenzucker
  • eine Prise Zimt
  • ein Teelöffel Maca-Pulver
  • zwei Teelöffel Backpulver

Hinweis: 1 Tasse entspricht 125 ml

Die Zubereitung:

Zunächst werden das Maniok-Mehl, der Zimt sowie das Maca- und das Backpulver in eine Schüssel gegeben und vermischt. Alle anderen Zutaten werden in einen anderen Behälter gefüllt und gründlich mit einem Schneebesen verrührt. Nun sollte eine möglichst glatte Masse entstehen. Im nächsten Punkt wird die zuvor erzeugte Maniok-Mischung untergehoben und ebenfalls gut verrührt.

Dann wird ein Teelöffel Kokosöl in einer großen und beschichteten Pfanne erhitzt. Anschließend wird der Pfannkuchenteig portionsweise in diese gefüllt und von jeder Seite ungefähr zwei Minuten gebacken. Um zu verhindern, dass er hierbei anbrennt, wird immer Mal wieder etwas Öl in die Pfanne gefüllt. Nachdem der Pancake fertig gebacken ist, kann er noch ganz nach den eignen Wünschen mit frischen Früchten oder Ahornsiup garniert werden.

Kann ich mit Maniok-Mehl auch abnehmen?

Maniok-Mehl ist zwar kein sogenanntes Low-Carb-Lebensmittel. Dennoch enthält es deutlich weniger Kohlenhydrate als weißes Mehl. Zudem gehören diese auch zu den Guten ihrer Art. Sie versorgen den Körper mit Energie, die er für verschiedene Arbeiten benötigt. Zudem eignet es sich das Mehl unter anderem auch für unterschiedliche Diäten.

Fazit

Maniok ist eine tropische Pflanze, die vorwiegend in AsienAfrika und auch in Südamerika wächst. Sie ist reich an guten Kohlenhydraten, die wertvolle Energie spenden und nicht dick machen. Dadurch eignet sich das Maniok-Mehl unter anderem auch für Diäten. Vorteilhaft ist auch, dass es einen niedrigen glykämischen Index hat. Des Weiteren ist es sowohl glutenfrei wie auch nussfrei und kann daher problemlos von sehr vielen Menschen verzehrt werden. Die enthaltenen Saponine lindern Entzündungen und sorgen für einen gesunde Darmflora.

Das wertvolle Produkt kann auf unterschiedliche Weise verwendet werden. In der Küche stellt es eine gesunde Alternative zu weißem Mehl dar. Allerdings hat es eine andere Konsistenz. Daher sollte ausprobiert werden, welche Mengen benötigt werden.

Letzte Aktualisierung am 15.10.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Hat Ihnen unser Ratgeber gefallen?

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 Bewertung(en), Durchschnitt: 5,00 von 5)

Loading…



Wenn Sie Anregungen, Fragen oder Verbesserungsvorschläge zu unserem Ratgeber haben und Lob oder Kritik mitteilen möchten, benutzen Sie gerne die Kommentarfunktion. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht :)